Meine Einführung in das Thema Belichtungsmesser finden Sie auf der Belichtungsmesser-Hauptseite. Dort finden Sie alles zu den unterschiedlichen Arten von Belichtungsmessern. Hier finden Sie nach und nach ausschließlich die Belichtungstabellen und deren Verwandte, die schon lange vor mechanischen oder optischen Belichtungsmessgeräten angeboten wurden und auch heute noch erhältlich sind.
Deren Arbeitsweise ist – unabhängig von der jeweiligen Ausführung – eigentlich immer die gleiche, obwohl viele Herausgeber mit Patenten auf den Tabellen warben. Verschiedene Aufnahmeparameter, wie Jahres- und Tageszeit, Lichtstimmung, Aufnahmeumgebung, Motiv werden auf unterschiedliche Weise in Beziehung zu technischen Gegebenheiten, wie Filmmaterial, Blende oder Belichtungszeit, Filterverwendung gesetzt. Viele dieser Belichtungshilfsmittel erschienen im Laufe der Jahre in immer neuen Auflagen mit mehr oder weniger bedeutsamen Veränderungen. Soweit ich in den Beschreibungen Jahresdaten angegeben habe, sind diese meist aufgrund der Ausführung und eingedruckten Angaben geschätzt.
Je komplizierter und umfangreicher die Wertvorgaben sind, desto genauer wird der ermittelte Belichtungswert. Es ist erstaunlich, wie exakt dieser selbst bei nur wenigen Daten von den meisten dieser Hilfsmittel ermittelt wird. Wenn Sie mal gar nichts anderes zu tun haben, probieren Sie solche Tabellen einmal im Vergleich zu einem genau anzeigenden Messgerät aus. Überraschungen sind dabei programmiert ....
Das Sammeln von Belichtungstabellen kann zu einer unendlichen Geschichte werden, weil fast jedes Fotogeschäft über Jahrzehnte solche Hilfsmittel abgegeben hat. Die meisten davon sind aber Nach- oder Lizenzdrucke aus Verlagen, wie z.B. die DETTE-Belichtungstafel. Oft sind diese Papp- oder Papiertäfelchen auch nicht mehr in gutem Zustand. Man sollte sich also darüber klar sein, was man tut, wenn man solche Photographica sammeln möchte. Ich habe jedenfalls beschlossen, es beim aktuell vorhandenen Bestand zu belassen und diesen nur noch in außergewöhnlichen Fällen zu erweitern.

Belichtungsrechenuhr aus farbig bedruckter Pappe von Fotowerke Dr. C. Schleussner ADOX, Frankfurt. Nach Verkauf der Adox-Werke im Jahr 1962 an DuPont wurde die Produktion 1965 eingestellt. Diese Rechenuhr stammt demnach aus der Zeit um 1950/60.
Die Werte gelten für Adox-Filme 17° DIN, bei 14° DIN ist die innere Scheibe um ein Feld nach links, bei 21° ein Feld nach rechts zu schieben. Blendenwerte sind von 2,8 bis 22, Belichtungszeiten von 16 bis 1/1000 Sek. ablesbar. Auf der Rückseite sind verschiedene Filterfaktoren angegeben.

Wohl die bekannteste aller Belichtungs-Rechentabellen stammt von Agfa. Als runde Rechenscheibe wurde sie noch bis in die 70er Jahre produziert. Hier im Bild zeige ich eine der Urversionen aus den Jahren vor dem ersten Weltkrieg.
Auf die höchstinteressante Agfa-Firmengeschichte will ich an dieser Stelle nur insoweit eingehen, dass die abgebildete Tabelle noch den ursprünglichen Namen der 1867 gegründeten "Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation" trägt. Das Agfa-Warenzeichen entstand 30 Jahre später. Ab 1926 firmierte Agfa unter "I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft". Die dazu passenden Tabellenversionen finden Sie weiter unten.
Die hier gezeigte Tabellenversion enthält nur Daten für Platten und Films, Filter waren noch nicht bekannt. Die Plattenempfindlichkeit ist in alten deutschen Scheinergraden (C-17°) oder 9-30 WESTON enthalten, Blendenwerte 3,8-96. Belichtungszeiten sind von 216 bis 1/1000 Sek. ablesbar. Rückseitig ist die patentierte Agfa-Blitzlichttabelle mit Gramm-Angaben für Magnesium-Blitzpulver aufgedruckt.
Die hier gezeigte Rechentabelle aus der I.G.-Farben-Zeit der Agfa stammt etwa aus dem Gründungsjahr (1926) der I.G. Farben (s. auch weiter oben).
Die hier gezeigte Rechentabelle aus der I.G.-Farben-Zeit der Agfa (s. auch weiter oben) beinhaltet jetzt auch schon Werte für Rollfilme und stammt etwa aus der Zeit um 1930.
Neu sind in dieser Tabelle die nur für den 50. nördl. Breitengrad gültige Lichtwerte. Es liegen aber Aufklebeschilder (gibt es hier als PDF zum herunterladen) bei, um die Tabelle für die ganze Erdkugel zu aktualisieren ( Äquatorzone, 20er, 30er, 40er, 50er, 60er und 70° nördlich und südlich).
Die Agfa-Rechentabellen wurden auch in anderen Sprachversionen ausgegeben.
Eine frühe Version der DIN-Tages- u. Kunstlicht-Belichtungs-Tabelle, die ab etwa Mitte 1930 als Rechenuhr herausgegeben worden ist. Die Scheibe aus bedrucktem Weißblech ist noch eine Vorkriegsversion. Kunstlichtwerte werden mit einer eigenen Entfernungsskala berücksichtigt. Die bei den Tabellen bisher übliche Rechenskala für Blitzaufnahmen auf der Rückseite ist nicht mehr vorhanden, hier findet man jetzt eine kurze Gebrauchsübersicht. Der Durchmesser ist mit 72 mm noch um Einiges kleiner als die Nachkriegsversionen dieser Rechenscheibe (85 mm Ø)
DIN-Tages- u. Kunstlicht-Belichtungs-Tabelle in der letzten Ausführung als Rechenuhr. Die Tabelle aus hellgrauem Kunststoff (85 mm Ø) stammt aus den 1950er oder frühen 60er Jahren und wurde von von der Filmfabrik "Agfa" Wolfen (später ORWO) herausgegeben. Die Tabelle entspricht in Funktion und Daten weitgehend der Ausführung von Agfa Leverkusen (s. unten).
Diese Agfa Belichtungstabelle in der Bauweise einer Rechenuhr wurde in den 1950er Jahren von Agfa Leverkusen vertrieben. Die Aluminiumtabelle (85 mm Ø) entspricht bis auf das Material der Tabelle von Agfa Wolfen. Die Tabelle enthält noch die "klassischen" Verschlusszeiten /25, /50 usw. Auch die geringfügig abweichenden Leica-Blendenwerte sind noch aufgeführt.
Eine der letzten Agfa Belichtungstabellen in der Bauweise einer Rechenuhr. Die Aluminiumtabelle (85 mm Ø) stammt aus den 1970er Jahren und wurde von Agfa Leverkusen vertrieben. Der Unterschied zu der vorherigen Version liegt in den linearen Belichtungszeiten. Außerdem sind die inzwischen verbreiteten Lichtwerte enthalten Auf die inzwischen überholten Leica-Blendenwerte wurde verzichtet. 
Nicht selten versteckten sich Belichtungstabellen auch in Heften oder Prospekten. Als Beispiel hier die Agfa Phototips für die Reise aus den frühen 50er Jahren. Das hübsche Heftchen enthält auf 14 Seiten etliche Hinweise für den "Photoamateur". Die Belichtungsangaben der obigen Tabelle gelten für den AGFA Isopan F 17/10° DIN. Für den Isopan FF 13/10° DIN, Isopan ISS 21/10° DIN oder Isopan Ultra 23/10° DIN sind Umrechnungsdaten vorhanden.
Belichtungsrechner wurden auch von Verlagen herausgegeben. Hier eine sehr umfangreiche 8seitige Tabelle aus dem Verlag Au & Co, Hamburg. Ausgabejahr ist 1916.
Die Alphina-Tabelle wird in Katalogen als "ausführlichste Tabelle des Handels, tatsächlich alle Belichtungsfaktoren berücksichtigend" beschrieben; Verkaufspreis war Fr. 1,25 in der Schweiz.
Einfache Rechenschieber-Belichtungstabelle ("easy-to-use computer") mit Belichtungswerten für den Anscochrome Umkehrfilm bei Tageslicht und für Blitz. Herausgeber ist ANSCO, Binghamton, USA, in den 1950er Jahren. Die Einstellung erfolgt für drei unterschiedliche Motive und vier Beleuchtungssituationen. Auf der Rechenscheibe können dann Belichtungswerte direkt abgelesen werden. Es lassen sich auch Cine-Werte für den Anscochrom-16 mm-Film ermitteln.
Die bekannte Fotofachzeitschrift aus dem Heering Verlag legte den ersten Ausgaben monatlich eine Belichtungstabelle bei. Im Bild sehen Sie eine solche aus dem August-Heft 1949.
Trotz der Vielzahl der im Fotohandel und von Herstellern erhältlichen Einstelltabellen haben manche Fotografen keine Mühe gescheut und derartige Belichtungshilfen selbst angefertigt.
Im Bild sehen Sie eine besonders aufwendig aus schwerem Karton hergestellte Tabelle mit zwei verschiebbaren Skalen. Die Skalen mit Belichtungszeiten von 20 bis 1/500 Sek. sind sogar mit handlichen Grifflöchern versehen. Entstehungszeit schätze ich auf die 50er Jahre, weil sowohl internationale und Leica-Blendenwerte eingesetzt sind.
Bei dieser Belichtungstabelle "BELICHTUNGS=ZÄHLWERK" handelt es sich um ein Blankett für den Fotohandel, der es mit seinem Stempel oder Eindruck ergänzt. Es war in verschiedenen Varianten für Tageslicht, Kunstlicht oder für beides kombiniert erhältlich. Herausgeber war Lindner GmbH, Berlin-Schöneberg in den 1930er Jahren. Diese Version von PHOTO-WINKLER, Görlitz, ist für Tageslichtanwendung.
Hier sind zwei Varianten des oben vorgestellten "BELICHTUNGS=ZÄHLWERK" aus etwa 1935. Beide sind ebenfalls Blankette für den Fotohandel zur Ergänzung mit Stempel oder Eindruck. Herausgeber der Tageslichtversion (links) war Lindner GmbH, Berlin-Schöneberg, der Kunstlichtversion (rechts) Erich Bergner, Frankfurt/M. Die Tageslichtausgabe stammt vom Fotohaus Brunner & Co, Braunschweig, die Kunstlichtausgabe vom Photohaus am Dom, Augsburg. Verkaufspreis war -,40 Rm.
Bei dieser Belichtungstabelle "BELICHTUNGS=ZÄHLWERK" handelt es sich um eine größere Version der oben beschriebenen Tabelle. Es ist ebenfalls ein Blankett für den Fotohandel zur Ergänzung mit Stempel oder Eindruck.
Neues kombiniertes Belichtungs-Zählwerk, Variante des oben vorgestellten "BELICHTUNGS=ZÄHLWERK" aus etwa 1935. Es ist ebenfalls ein Blankett für den Fotohandel zur Ergänzung mit Stempel oder Eindruck. Herausgeber war Erich Bergner, Frankfurt/M. Die Tabelle wurde vom Fotohaus am Dom, Augsburg ausgegeben.
Gleichfalls eine Variante des oben vorgestellten "BELICHTUNGS=ZÄHLWERK" aus etwa 1935. Es ist ebenfalls ein Blankett für den Fotohandel zur Ergänzung mit Stempel oder Eindruck. Herausgeber war Verlag Franz Lindner, Ratibor / Vertrieb Lindner, Berlin-Schöneberg. Die Arbeitsweise ist geringfügig anders.


Hübsche Belichtungstabelle im Taschenformat aus der Zeit um 1900. Herausgeber ist Carl Plaul, Königl. u. Prinzl. Hoflieferant, Dresden-A.
Die Rechenuhr von Contessa Nettel, Stuttgart, habe ich schon in der Einleitung größer gezeigt. Sie ist sicher das mit Abstand schönste Teil, das ein Sammler von Rechentabellen finden kann. Das wuchtige, verchromte Taschenuhrgehäuse hat einen Durchmesser von 57 mm. Man mag zunächst gar nicht glauben, dass es sich "nur" um eine Rechentabelle und keinen Belichtungsmesser handelt! Wann genau diese Uhr im Handel war, weiß ich nicht; die Jugendstilausführung spricht für die Zeit um 1900/1910.
Mit dem hinteren Rändelrad des Gehäuses ist die untere Einstellscheibe drehbar. Die versilberten Metallskalen sind von einer Glasscheibe abgedeckt. Dadurch werden die Skalen auch bei häufigem Gebrauch nicht verkratzt oder abgerieben wie bei den meisten anderen Geräten dieser Art. Das CN-Markenzeichen auf der Rückseite ist verchromt und auf den schwarz emaillierten Gehäuserücken genietet. Selbst das Etui ist eine Augenweide (Bild rechts).
Eine der über viele Jahre am meisten verbreiteten Belichtungstafeln ist die "DETTE Belichtungstafel" aus dem Verlag des Verfassers Paul Dette, Frankfurt/M. Die erste Ausgabe stammt aus dem Jahr 1910, hier sehen Sie die bereits 4. Auflage aus dem Jahr 1917. Den Innenteil können Sie im Großformat durch einen Klick auf die kleine Abbildung rechts betrachten.
Hier sehen Sie eine DETTE-Belichtungstafel aus dem Jahr 1929 aus der Auflage 17-20. Auch diese Tafel ist mit dem ausgebenden Fotogeschäft Matthias & Co, Dresden am Hauptbahnhof, bedruckt. Verkaufspreis ist -,30 Rm.
Außerhalb Deutschlands war das Ensign Posometer wohl die am meisten verbreitete Rechenscheibe. Die nur 63,5 mm Ø kleine Scheibe besteht aus weißem Kunststoff. Diese Version wurde in den 1920er Jahren von Roman Talbot, Berlin, unter dessen Markenzeichen ERRTEE vertrieben. Die Handhabung erfolgt nach dem meistverbreiteten Schritt für Schritt-Verfahren.
Belichtungstabelle in Form eines Rechenschiebers in tschechischer Sprache nach Ing. V. Kulina. Die Tabelle aus bedrucktem Karton stammt etwa aus der Zeit um 1930. Die Einstellung erfolgt mittels einer verschiebbaren Karte mit Werten.
Belichtungstabelle in Form einer sechseckigen Rechenuhr in tschechischer Sprache nach Prof. Ing. Dr. Milbauera. Die Tabelle aus schwarz bedrucktem Weißblech stammt etwa aus der Zeit um 1940. Sie arbeitet nach dem für Tabellenscheiben üblichen Schritt für Schritt-Verfahren.
Ungarische Belichtungstabelle für Tages- und Kunstlicht in Form einer Rechenuhr, HAFA Syst. Samoday. Die Rechenuhr aus beigefarbenem Kunststoff und einer grünen Kunstoff-Grundplatte stammt aus den 50er Jahren. Sie zeigt für bestimmte Aufnahmemotive direkte Belichtungswerte an.
Auch bei dieser Belichtungstabelle "foto Henry berät Sie über richtiges Belichten" handelt es sich um ein Blankett für den Fotohandel, der seinen Stempel oder Eindruck ergänzt. Herausgeber war Hamaphot, Monheim/Schwaben in den 1930er Jahren. Die Tabelle ermöglicht in etwas umständlicher Form die Direktablesung von Belichtungswerten je nach Motiv, Jahres- und Uhrzeit.
Belichtungstabelle in Form einer Rechenuhr mit drei (!) drehbaren Scheiben, 72 mm Ø. Hersteller ist Hans Tönnies, Hamburg, bekannt auch durch den optischen Belichtungsmesser "Practos" und die Rechenscheibe PRESTO. In einer ersten Nachkriegs-Verkaufspreisliste wurde die Hatos-Tabelle für 1,50 DM angeboten.
Belichtungstabelle in Postkartengröße aus schwerem Karton mit zwei Schiebern für Zeit und Blenden (Deutsch / Dr. Stolze / Englisch), umfangreicher Gebrauchsanweisung auf der Tabelle und Anwendungsbeispielen auf dem Umschlag. Auf der Tabellenrückseite sind noch Korrekturwerte für Monat/Stunde und verschiedene Wettersituationen zu finden. Die Tabelle ermöglicht die Ablesung von Belichtungszeiten zwischen 1000 bis 1/1500 Sekunden. Verkaufspreis in der Schweiz war 0,70 Fr.
Als Beigabe der Hauff-Sonder-Post Serie D, Nr.4, erhielt man in den 30er Jahren von der Hauff Aktiengesellschaft, Stuttgart-Feuerbach neben einem Bildergutschein und "4 Photo-Tips" die gezeigte Belichtungstabelle.
Neben vielen Photogeschäften und Verlagen hatte auch jeder Photohersteller, der etwas auf sich hielt, eine Tabelle parat. Hier sehen Sie eine solche von Ica, die etwa aus der Zeit um 1920 stammt; sie wirbt zugleich für den Diaphot-Belichtungsmesser von Ica. Dieser wird von mir ausführlich bei den optischen Belis vorgestellt. Die Tabelle wird nach dem Schritt für Schritt-Verfahren gehandhabt und bietet nicht viele Möglichkeiten (dafür gab's ja den Diaphot!).
Einfache Belichtungstafel unbekannter Herkunft, etwa 1950/60. Solche Tabellenübersichten aus bedrucktem Papier hat es in vielfältiger Weise gegeben. Manchmal lagen sie Foto- oder Händlerzeitschriften bei, manche wurden auch für 10 Pfennig verkauft.
Diese Belichtungstabelle wurde um 1920/1930 von den Optischen Werken Jos. Schneider & Co, Kreuznach, herausgegeben. Sie gleicht der Belichtungskarte von Schneider und ähnelt der Nagel-Belichtungstabelle, hat aber geringfügig andere Werte. Hier sehen Sie eine Tabelle mit Umschlagwerbung für Nagel Cameras, die nur kurze Zeit um 1928/32 produziert wurden.
Belichtungstabelle in Form einer Rechenuhr (76 mm Ø) von Kodak, London, um 1940. Die Handhabung erfolgt hier in einem etwas ungewöhnlichen Zahlen-Additionsverfahren.
Als Filmhersteller hat Kodak im Laufe der Jahre eine ganze Reihe unterschiedlicher Belichtungstabellen herausgegeben. Hier eine handliche Drehscheibentabelle auf Glanzpapier gedruckt aus den 1940er Jahren von Eastman Kodak Co, Rochester N.Y. Die Wertangaben gelten für Kleinbild- und Bantam-Filme.
Als Filmhersteller hat Kodak im Laufe der Jahre eine ganze Reihe unterschiedlicher Belichtungstabellen herausgegeben. Hier eine handliche Drehscheibentabelle auf Glanzpapier gedruckt aus dem Jahr 1938 von Eastman Kodak Co, Rochester N.Y. Die Wertangaben gelten für Kodak Verichrome und Panatomic SW-Filme.
Als Filmhersteller hat Kodak im Laufe der Jahre eine ganze Reihe unterschiedlicher Belichtungstabellen herausgegeben. Hier eine handliche Drehscheibentabelle auf Glanzpapier gedruckt aus dem Jahr 1939 von Eastman Kodak Co, Rochester N.Y. Die Wertangaben gelten für verschiedene Kodak SW-Filme und Blitzlampen (Mazda Photoflood Lamps).
Belichtungstabelle in Form einer Rechenuhr (90 mm Ø) von Kodak, Berlin-Köpenick, um 1950, für Dekopan-Filme. Auf der Drehscheibe werden verschiedene Aufnahmemotive und Lichtsituationen eingestellt. Dann können jeweils für die Dekopan-Filme F 17° oder S 21° Belichtungswerte abgelesen werden.
Belichtungstabelle in Form einer Rechenuhr aus dem für Fotoliteratur bekannten Heering Verlag, Seebruck am Chiemsee, 1950er Jahre. Die Scheibe aus eloxiertem Aluminium mit 85 mm Ø entspricht in Größe und Ausführung der letzten Agfa-Rechenscheibe. Auch das Schritt für Schritt-Vorgehen entspricht der üblichen Arbeitsweise mit derartigen Rechenscheiben. Verkaufspreis 1,50 DM.
Rechenuhr aus grau bedrucktem Weißblech (72 mm Ø) in tschechischer Sprache, um 1940.
Rechenuhr aus chamoisfarbenem Celluloid (69 mm Ø) im Leinenetui, 1930er Jahre. Verkaufspreis RM 1,60.
Eine klassische Rechenschiebertabelle aus stabilem Karton. Hersteller ist WABOSIN, Ballenstedt/Harz, 1952. Aufgebaut wie die historischen Agfa-Tabellen lassen sich die Belichtungswerte im Additionsverfahren ermitteln und die Belichtungszeiten auf dem Kartonschiebestreifen ablesen.

Hier sehen Sie beispielhaft eine Belichtungstafel, wie sie von etlichen Photohäusern in Privatregie herausgegeben wurden. Vom "Spezialgeschäft für photographische Bedarfsartikel Franz Müller, Köln" ist oben auch eine DETTE-Tabelle zu sehen. Diese Klapptabelle aus stabilem Karton im Postkartenformat ermöglich die Direktablesung von Belichtungszeiten unter verschiedenen normalüblichen Aufnahmebedingungen. Die Tabelle stammt aus der Zeit um 1920.

Belichtungstabelle mit 2teiliger Rechenuhr von Neville Brown, London. Die Kunststoffausführung aus den 1950er Jahren ermöglicht mit den beiden Drehscheiben die Direktablesung der Belichtungswerte. Es sind mehrere Einstell- und Korrekturparameter auf der Scheibe vorhanden, die eine recht umständliche Handhabung erfordern aber zu genauen Ergebnissen führen. Auf der Rückseite sind noch Hinweise für die Verwendung verschiedener Entwicklerfabrikate vorhanden.
Kunstlichtaufnahmen mit Nitraphotlampen - einer Osram-Marke - waren seinerzeit ein spezieller fotografischer Komplex. Dazu gibt es etliche Literatur, aber auch diese Belichtungstabellen in Rechenschieberbauart von Osram aus massiver Pappe. Die erste (Bild links) stammt etwa aus der Zeit um 1930. Sie lieferte auf 6 Skalen mit zwei verschiebbaren Pappstreifen Belichtungswerte in erster Linie noch für damaliges Plattenmaterial. Später waren auch noch andere Tabellen mit DIN-Werten und für unterschiedliche Lampentypen erhältlich.


Einfache Belichtungstabelle mit einigen Normalwerten für die Perutz-Filme 17, 21, 27 und C18 Color. Sie stammt aus dem Jahr 1962, wie aus dem rückseitig aufgedruckten Kalender entnommen werden kann. Tabellen solcher Art wurden von allen Filmherstellern herausgegeben und lagen oft auch den Filmpackungen bei.
In Deutschland war diese Rechenscheibe des Hamburger Hersteller Hans Tönnies (auch Practos optischer Belichtungsmesser und HATOS-Scheibe) in den 20er Jahren am meisten verbreitet. Auch in anderen Ländern wurden Versionen in verschiedenen Sprachen und Lizenzprodukte (Zenith) vertrieben. Im Foto sehen Sie die deutsche Ausgabe (links) und eine Version in tschechisch (rechts). Die Rechenscheibe ist wohl der schon etwas früheren britischen Ensign Posometer nachempfunden und wird nach dem Schritt für Schritt-Verfahren gehandhabt. Die Kunststoffscheibe hat 73 mm Ø.
Spätere Version der PRESTO Rechenuhr von Hans Tönnies mit DIN-Werten, neuer Blendenskala und 1/1000s, etwa 1935. Durch Klick auf das Foto können Sie eine PDF-Datei der Anleitung lesen und herunterladen. Kunststoff-Ausführung und Größe (73 mm Ø) entsprechen der vorherigen Version.

Mit Abstand das Umfassendste zum Thema "Belichtung" ist das jährlich herausgegebene Taschenhandbuch von Dr. Rheden. Das hier gezeigte Heft aus dem Jahr 1935 ist die 36. Auflage, lt. Miha Podlogar erschien 1903 die erste. Meines Wissens gab es das Büchlein auch noch in den 50er Jahren, erschienen im Carl Ueberreuter's Verlag, Wien..
Unzählige Tabellen in dem fast 100 Seiten umfassenden Büchlein ermöglichen die perfekte Belichtungsermittlung auch ohne Messgerät. Monats-Lichttabellen für jeden Kalendertag und Uhrzeit von 1/2 5 Uhr morgens bis 1/2 8 Uhr abends, L-Werte für verschiedene geographische Breiten, Motiv-, Objektiv- und Filmwerte, Filter, Blenden, Mondlicht und vieles mehr sind vorhanden und werden detailliert beschrieben. Der Anfänger findet gut erklärte Bildbeispiele. Allerdings - bis man hiermit die richtige Belichtung ermittelt hat, ist das Motiv längst über alle Berge oder es ist Nacht ....

Neben vielen Photogeschäften und Verlagen hatte auch jeder Photohersteller, der etwas auf sich hielt, eine Tabelle parat. Hier sehen Sie eine solche von G. Rodenstock, München, etwa aus der Zeit um 1930/40. Sie wurde von Dr. Staeble entwickelt, der bis 1908 Leiter der Photoabteilung bei Rodenstock war und in den 30er Jahren zeitweise dort wieder tätig war. Die Tabelle wird nach dem Additionsverfahren gehandhabt und bietet immerhin maximal 6 Aufnahmeparameter!
Diese Belichtungstabelle wurde um 1920/1930 von den Optischen Werken Jos. Schneider & Co, Kreuznach, herausgegeben. Sie gleicht der Isco-Belichtungskarte für Nagel-Kameras und ähnelt der Nagel-Belichtungstabelle. Hier sehen Sie eine Tabelle mit Umschlagwerbung für den Kodak Verichrome-Film.
Ungarische Universal-Belichtungstabelle von Vörösváry Zoltán János, etwa 1935/1940. Die umfangreichste Belichtungstabelle, die ich kenne mit 11 Werte-Tabellen. Dazu gibt es noch ein Beiblatt mit zwei weiteren Wertetabellen!
Auch Voigtländer hat etliche Jahre eine Belichtungstabelle herausgegeben. Den Voigtländer BELICHTUNGSSSCHIEBER gibt es in mehreren Versionen. Hier zunächst eine frühe Ausgabe, wohl aus der Zeit vor 1920.
Diese Voigtländer Belichtungstabelle ist etwas "jünger" als die vorherige. Die Arbeitsweise ist gleich, allerdings wurden einige Daten geringfügig geändert.
Auch diese Voigtländer Belichtungstabelle etwa aus der Mitte der 20er Jahre entspricht in der Arbeitsweise ihren Vorgängern. Auch jetzt sind wieder einige Daten geringfügig geändert. Von der Agfa-Belichtungstabelle aus der gleichen Zeit wurden wohl die verschiedenen Wertangaben für verschiedene Breitenangaben "für die ganze Welt" übernommen.
Plattenempfindlichkeiten lassen sich jetzt ab 4 bis 28° Scheiner bzw. 10 bis 4000 H.&D. einstellen. Die Blenden mit deutschen und internationalen Werte in einer Reihe von 2 bis 72 blieben unverändert. Auch die Belichtungszeiten von 12 Min bis 1/4000 Sek. sind gleich.
Erheblich mehr als nur eine Belichtungstabelle bot der 'Wellcome' Photographic Exposure Calculator von Burroughs Wellcome & Co, London. Das komplette fotografische Handbuch im Taschenformat erschien jährlich mit einem Kalender, Aufnahme-Notizbuch und zahllosen Tabellen. Der Umfang dieser Ausgabe 1930 beträgt 236 Seiten.


Neben vielen Photogeschäften und Verlagen hatte auch jeder Photohersteller, der etwas auf sich hielt, eine Tabelle parat. Hier sehen Sie eine solche von Zeiss Ikon aus dem Jahr 1927; sie wirbt zugleich für den aus der Ica-Fertigung übernommenen Diaphot-Belichtungsmesser.Dieser wird von mir ausführlich bei den optischen Belis vorgestellt.
Inhaltlich und weitgehend auch in den Werten identische Belichtungstabelle von Zeiss Ikon aus dem Jahr 1931. Geändert wurde die Blendentabelle. Sie enthält jetzt neben der Deutschen Skala von 1,6-32 die internationale (Normal-) Skala von 1,4-32.
Ungarische Lizenzausgabe der PRESTO-Rechenscheibe des Hamburger Herstellers Hans Tönnies (auch Practos optischer Belichtungsmesser und HATOS-Scheibe), frühe 30er Jahre. Als Hersteller ist auf der Scheibe "TILLY-ZENITH" angegeben. Handhabung und Größe (73 mm Ø) entsprechen der PRESTO.Wer sich für Belichtungsmesser im Detail interessiert, dem sei nochmals das Standardwerk von Miha Podlogar „Belichtungsmesser – Chronologie 1818-1970“ (ISBN 961-90338-0-9) ans Herz gelegt. Die Texte sind sowohl in deutscher und englischer Sprache. Es enthält neben vielen Namen und geschichtlichen Daten auch umfangreiche Funktionsbeschreibungen der verschiedenen Belichtungsmesserarten, Messverfahren usw..
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